Eisbären wollen in Mannheim ihren erfolgreichen Saisonstart fortsetzen
8. Oktober 2026 von Thomas Muth
Nach dem erfolgreichen Heimauftakt gegen Meister Reutlingen wartet auf die HEC Eisbären Heilbronn am Samstag, 10. Oktober, die nächste Auswärtsaufgabe. Um 19:30 Uhr gastiert die Mannschaft bei den Mad Dogs Mannheim in der Nebenhalle Nord der SAP Arena. Auf dem Papier gehen die Heilbronner nach ihrem starken Saisonstart mit guten Voraussetzungen in die Begegnung, doch gerade in Mannheim haben die Eisbären in der vergangenen Spielzeit erfahren, wie unangenehm dieser Gegner werden kann.
Die Mad Dogs sind mit einem 6:4-Heimsieg gegen die Schwenninger Fire Wings in die neue Saison gestartet. Beim ersten Auswärtsspiel folgte anschließend eine deutliche 1:7-Niederlage beim amtierenden Meister Black Eagles Reutlingen. Auch das zweite Heimspiel gegen die Pforzheim Bisons ging verloren. Die ersten Ergebnisse zeigen damit ein noch wechselhaftes Bild. Gerade der Auftakterfolg gegen Schwenningen unterstreicht aber, dass die Mannheimer in der heimischen SAP-Nebenhalle nicht unterschätzt werden sollten.
Im Kader der Mad Dogs stehen weiterhin einige bekannte Akteure. Mit Rico Großmann gehört unter anderem ein Spieler zum aktuellen Aufgebot, der in der vergangenen Saison in 23 Partien 14 Tore und fünf Vorlagen erzielte. Ebenfalls weiterhin für Mannheim geführt werden unter anderem Oliver Zbaranski, Florian Rewald und Florian Krohne. Im Tor stehen Tim Uhrig, Moritz Höhlein und Alexander Spang zur Verfügung. Als Trainer werden Marco Uhrig und George-Alexander Dreher geführt. Allerdings gab es auch Veränderungen: Verteidiger Kristofer Kratzmann wechselte beispielsweise kurz vor Saisonbeginn zum Ligakonkurrenten Pforzheim.
Dass die SAP-Nebenhalle für die Heilbronner ein schwieriges Pflaster sein kann, zeigte ausgerechnet das erste Aufeinandertreffen der vergangenen Saison. Am 18. Oktober 2025 mussten die Eisbären beim 0:1 ihre erste Saisonniederlage hinnehmen. Heilbronn fand damals gegen die körperlich und konsequent spielenden Gastgeber nur schwer in die Partie. Das einzige Tor erzielte Topi Niskanen zu Beginn des zweiten Drittels. Es war gleichzeitig die erste Heilbronner Niederlage überhaupt in den damaligen direkten Duellen mit den Mad Dogs.
Wie eng Mannheim den HEC beschäftigen kann, zeigte sich auch beim nächsten Aufeinandertreffen. Ende November lagen die Heilbronner vor eigenem Publikum zwischenzeitlich zurück und mussten bis in die Schlussphase kämpfen, ehe sie die Partie noch ins Penaltyschießen brachten und schließlich mit 5:4 gewannen. Beim zweiten Auswärtsspiel in Mannheim zeigte sich dann allerdings ein völlig anderes Bild: Ende Januar setzte sich Heilbronn in der SAP Arena deutlich mit 7:1 durch. Damit gingen zwei der drei Hauptrundenduelle der vergangenen Saison an die Eisbären, während Mannheim gerade mit dem 1:0-Heimsieg bewies, dass die Mannschaft den Heilbronnern durchaus Schwierigkeiten bereiten kann.
Die HEC Eisbären reisen ihrerseits mit reichlich Selbstvertrauen nach Mannheim. Nach den beiden deutlichen Auswärtssiegen zum Saisonstart – 5:1 in Schwenningen und 7:1 in Eppelheim – gelang am vergangenen Sonntag auch im ersten Heimspiel ein Erfolg. Gegen den amtierenden Meister und Meisterschaftsfavoriten Black Eagles Reutlingen setzte sich Heilbronn in einer umkämpften Begegnung mit 5:4 durch. Damit haben die Eisbären ihre ersten drei Saisonspiele gewonnen und zugleich gezeigt, dass sie auch gegen einen der stärksten Gegner der Liga bestehen können.
Gerade nach diesem Erfolg wird es nun darauf ankommen, die Partie in Mannheim mit der gleichen Konzentration anzugehen. Die Mad Dogs sind für die Heilbronner sicherlich ein anderer Gradmesser als Meister Reutlingen. Das macht die Aufgabe jedoch nicht automatisch leichter. Die Erfahrung aus der vergangenen Saison sollte Warnung genug sein: Wer den Gastgebern Raum gibt und nicht von Beginn an bereit ist, kann in der engen SAP-Nebenhalle schnell in ein unangenehmes Spiel geraten.
Für die Eisbären bietet die Begegnung deshalb vor allem die Gelegenheit, ihren gelungenen Saisonstart zu bestätigen. Nach drei Siegen geht Heilbronn als selbstbewusste Mannschaft in die Partie, sollte sich von der bisherigen Bilanz aber nicht täuschen lassen. Gelingt es, die eigene Leistung konsequent aufs Eis zu bringen, wollen die Eisbären auch aus Mannheim die nächsten Punkte mit nach Heilbronn nehmen.


